Inklusive Bildung ist eine globale Aufgabe und eine wichtige Strategie zur Stärkung der sozialen Gerechtigkeit und demokratischer Strukturen. Dieser Gedanke leitete die zweisprachige, neunte Konferenz in der Reihe „Didattica e Inclusione Scolastica – Inklusion im Bildungsbereich“. Sie widmete sich der Frage nach einer an Inklusion, Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit ausgerichteten Bildung und Erziehung im Kontext aktueller Krisen und Kontraste. Die 31 Beiträge in diesem Buch führen auf dieser Basis theoretische Fundierungen, aktuelle Forschungsergebnisse sowie pädagogisch-didaktische Konzeptionen zur Entwicklung einer qualitativ hochwertigen inklusiven Bildung zusammen. Damit bietet der Band, der Wissenschaftler:innen und Fachpersonal gleichermaßen ansprechen will, einen guten Einblick in aktuelle Fragestellungen und Diskussionen des Fachgebiets.
Kontexte und Kontraste – Überlegungen zu einer zukunftsfähigen inklusiven Bildung und Erziehung / Contesti e contrasti – Riflessioni su un’educazione inclusiva sostenibile per il futuro
Simone Seitz, Sara Baroni, Alina Lupa, Heidrun Demo, Vanessa Macchia
Tra le sfide globali più urgenti in ambito educativo, sociale e politico vi è la necessità di coltivare la capacità di immaginare alternative di vita per rispondere alle crisi ambientali, democratiche e geopolitiche attualmente in atto. La scuola si configura come il contesto privilegiato per sviluppare tale facoltà immaginativa, grazie a metodi, habitus e stili di insegnamento e apprendimento che ne favoriscano l’esercizio. Il saggio propone tre vie per alimentare l’immaginazione a scuola: immaginare l’altro, immaginare l’altrove e immaginare insieme. Quest’ultima, in particolare, rappresenta la strada più prometente per rifondare le nostre democrazie e formare cittadine e cittadini “capaci di fare cose nuove”, secondo la nota espressione di Jean Piaget.
Diskriminierungskritik als umkämpftes Bildungsprojekt – Zur Bedeutung von Diskurs, Schule und Lebenswelt
Gerechtigkeitsprogramme und Diskriminierungskritik haben sich im 21. Jahrhundert international weiter institutionalisiert und etabliert. Zugleich bleiben sie umkämpft. Der Beitrag diskutiert Dynamiken ihrer (De-)Institutionalisierung zunächst auf der Ebene gesellschaftlicher Strukturen und Bildungsprogramme, im Weiteren auf der Basis empirischer Befunde zu8 gerechtigkeits- und diskriminierungsbezogenen Orientierungen junger Menschen in Deutschland. Es wird argumentiert, dass die Kritik von diskriminierenden Verhältnissen eine zentrale Frage der Gegenwart und für die Bildungsarbeit darstellt.
Riflessioni su rendimento, merito e meritocrazia in ottica inclusiva
Il presente contributo propone una riflessione teorica sulla costruzione sociale del rendimento scolastico e delle differenze di rendimento nella scuola primaria. Nel dibatito internazionale emergono due tendenze: da un lato il paradigma dell’otimizzazione della performance degli studenti intrecciato alla logica dell’accountability delle istituzioni educative (OECD, 2025), dall’altro l’esigenza di promuovere nei sistemi scolastici maggiore equità e inclusione (UN, 2015). In questo quadro ci si chiede in che misura la logica del merito, che nei discorsi sulla scuola in Italia è spesso presentata come “garanzia” di equità e giustizia, non nasconda invece rischi di esclusione, disuguaglianza e competizione (Boarelli, 2019). Il contributo intende illustrare alcune riflessioni critiche riguardo al tema del rendimento e ai discorsi connessi.
Traditionell exklusiv? Eine historische Perspektive auf die paradoxe Situation von Inklusion in den zweiten Fremdsprachen im deutschen Schulsystem
In der Frage nach Inklusion im Fremdsprachenunterricht muss differenziert werden zwischen Englisch und den darauf folgenden Schulfremdsprachen. Für letztere, insbesondere die romanischen Sprachen, zeigt sich ein Unterschied zwischen inklusiven Konzepten und diesbezüglich eher skeptischen empirischen Studien. Dies lässt sich zurückführen auf strukturelle Fragen und die Rolle der zweiten oder weiteren Fremdsprachen für die allgemeine Hochschulreife, vor allem am Gymnasium. Anhand historischer Diskussionen wird aufgezeigt, dass die zweiten Fremdsprachen sich auch heute noch in einer exkludierenden Rolle im Schulwesen befinden. Denn es finden sich einerseits relativ wenige Schüler*innen mit Beeinträchtigungen an Gymnasien, andererseits kommt den zweiten Fremdsprachen selbst eine Selektionsfunktion zu.
Non si è mai fatto così! La creatività organizzativa a servizio dell’equità scolastica
In quanto sfida globale che richiede risposte locali per affrontare specifiche dinamiche di disuguaglianza e ingiustizia, l’equità è intesa come principio imprescindibile in educazione. Il saggio analizza il sistema scolastico italiano proponendo il concetto di “creatività organizzativa” per risignificare l’autonomia scolastica in prospetiva di equità. Presenta inoltre i risultati di uno studio di caso multiplo, basato su un approccio qualitativo e partecipativo, volto a raccogliere idee di creatività organizzativa sull’intera penisola. L’analisi tematica emersa restituisce l’immagine di scuole capaci di contrastare visioni antidemocratiche e neoliberiste dell’educazione grazie ai propri margini di autonomia.
Praktiken der Zusammenarbeit von Lehrpersonen im Unterricht im Lichte inklusiver Schulkulturen –Überlegungen zum Zusammenhang von Schulentwicklung und Professionalisierung
Der vorliegende Beitrag greift die Frage nach dem Verhältnis zwischen Schulentwicklungsprozessen und der Professionalisierung von Lehrpersonen auf und konkretisiert dies exemplarisch anhand der kollegialen Zusammenarbeit von Lehrpersonen im inklusiven8 Unterricht. Dabei werden Daten und Befunde aus einer Studie zu inklusionsbezogenen Schulentwicklungsprozessen herangezogen. Anhand von zwei exemplarischen Einblicken in die Analysen ethnografischer Unterrichtsbeobachtungen diskutieren wir im Beitrag, in welcher Relation kooperatives Handeln von Lehrpersonen im Teamunterricht zu Subjektivierungsangeboten an die Schüler:innen steht und fragen von hier aus, welche Implikationen sich für die ertragreiche Ausgestaltung von Schulentwicklungsprozessen und die hier eingelagerten Professionalisierungsprozesse von Lehrpersonen ergeben.
Das Kollegiale Teamcoaching (KTC) als professionsbildender Wegbegleiter in eine inklusiv(er)e Zukunft
In unserem Beitrag wird das Kollegiale Teamcoaching (KTC) als ein wirkungsvolles Instrument zur Förderung und Weiterentwicklung inklusiver Schulkulturen reflektiert und dessen Bedeutung für die Transformation in Bildungssystemen aufgezeigt. Dabei werden sowohl Bezugstheorien als auch Erfahrungen in der Praxis auf der Ebene von Führungspersonen sowie auf der Ebene von Studierenden aufgezeigt. Ausgehend von den Impulsen zur Reflexion der eigenen Werte und Einstellungen im Sinne einer inklusiven Haltung im Index für Inklusion bietet die Auseinandersetzung über den systemischen Ansatz des KTC eine konkrete Möglichkeit, persönlichen, herausfordernden Situationen innerhalb von professionellen Lerngemeinschaften wertschätzend und empathisch zu begegnen.
Radici inclusive: le piante come soggetti educativi per una nuova idea di inclusione scolastica
La ricerca-azione biennale condotta dal laboratorio “EDENLab” della Libera Università di Bolzano insieme alla Cooperativa “Il Cortile” di Salsomaggiore ha esplorato il ruolo delle piante negli spazi educativi coinvolgendo educatori e insegnanti in qualità di ricercatori attivi e impegnandoli nella trasformazione degli ambienti e delle pratiche in chiave inclusiva. Lo studio ha proposto una visione ampliata dell’inclusione scolastica, in cui la presenza delle piante negli spazi interni è diventata un’occasione per ripensare la scuola come ecosistema educativo. Le piante hanno agito da mediatrici pedagogiche capaci di attivare processi di appartenenza, cura e co-costruzione del sapere. L’inclusione è stata così declinata non solo come attenzione alle differenze umane, ma anche come apertura verso l’alterità.
Il gioco “Inclusi”: formare all’inclusione tra esperienza e ricerca
Il contributo illustra il percorso di ricerca-formazione nazionale INCLUSI, sviluppato da un gruppo eterogeneo di insegnanti ed educatori di differenti contesti formativi. Il processo riflessivo sulle pratiche inclusive, a partire dai vissuti professionali e autobiografici, ha portato alla progetazione del gioco “Inclusi” che integra problem solving e dimensione ludica per la formazione delle equipe educative. Il disegno di ricerca mixed methods si basa su dati quali-quantitativi al fine di indagare le dimensioni relazionali-comunicative e la coesione nei team dei partecipanti. I risul-tati evidenziano l’efficacia formativa dell’approccio esperienziale e collaborativo nella formazione continua delle figure educative.
Chancengerechtigkeit in der Kita: Die Perspektive von Studierenden der Kindheitspädagogik
Der Beitrag untersucht das Verständnis von Chancengerechtigkeit bei Studierenden der Kindheitspädagogik sowie deren Sicht auf die eigene Rolle, die ihnen in diesem Zusammenhang zukommt. Auf Basis leitfadengestützter Interviews wurden drei Typen rekonstruiert: aktiv-handelnd, passiv-wissend und passiv-ausblendend Das aktiv-handelnde Verständnis, das am häufigsten vertreten ist, zeigt Potenzial, Chancengerechtigkeit als Leitprinzip professionellen Handelns zu verankern. Dennoch erscheinen bestimmte hochschuldidaktische Formate notwendig, um Reflexion, systemisches Denken und die Verknüpfung von struktureller Gestaltung und pädagogischer Praxis bei den Studierenden zu fördern.
Diversität erzählen: Überlegungen zur Auswahl diversitätssensibler Bilderbücher im Bildungsbereich
Der Beitrag untersucht visuell (und narrativ) saliente Darstellungen von Diversität in deutschsprachigen Bilderbüchern (Originale und Übersetzungen) der Freien Universität Bozen. Auf Grundlage eines Korpus von 50 narrativen Bilderbüchern wurden Figuren als Träger:innen von körperbezogenen, ethnischen und sozialen Differenzmerkmalen quantitativ erfasst und analysiert. Besonders häufig zeigte sich das Merkmal Hautfarbe, wobei BIPoC-Figuren meist nur randständig oder tokenistisch dargestellt werden. Die qualitative Analyse offenbart, dass Sichtbarkeit allein nicht Empowerment fördert. Vielmehr bedarf es – insbesondere für Pädagog:innen – Kompetenzen zur Analyse von Diversitätsdarstellungen. Der Beitrag plädiert folglich für eine sensibilisierte Literaturauswahl in der Lehramtsausbildung.
Gli Obblighi Formativi Aggiuntivi come pratica autoriflessiva: un’esperienza in un contesto universitario
Virginia Benedetti, Ines Guerini, Alessia Travaglini, Fabio Bocci
Autrici e autore del presente contributo descrivono e presentano alcuni esiti di un percorso di ricerca-formazione condotto con un gruppo di studenti e studentesse dell’Università degli Studi Roma Tre, frequentanti il modulo denominato “Competenze euristico-creative e scrittura accademica nella pianificazione dello studio”, nell’ambito degli OFA (Obblighi Formativi Aggiuntivi) del CdL in Scienze della Formazione Primaria. Nell’ambito del modulo, i/le partecipanti sono stati/e esortati/e – a partire da un’analisi su sé stesse/i come studenti/esse e come insegnanti in formazione – a individuare, in chiave autoriflessiva, i fattori che agevolano o ostacolano la costruzione di contesti educativi equi e accessibili.
Rassismuskritische Professionalisierung von Studierenden im Lehramt an Grundschulen
Rassismus prägt als strukturelles Phänomen bereits den Alltag in der Grundschule, weshalb die Professionalisierung angehender Lehrkräfte für einen reflexiven Umgang mit rassistischen Dynamiken als Kernaufgabe der Lehrkräftebildung gilt. Im vorliegenden Beitrag wird ein Seminarkonzept präsentiert, welches die Anbahnung einer rassismuskritischen Reflexionskompetenz als Schlüsselqualifikation für angehende Lehrkräfte in den Fokus rückt. Hierbei bilden Überlegungen zur theoretischen Bedeutung professioneller Reflexion im Kontext von Rassismus, die auf ein zentrales Seminarelement – Anregung zur Selbstreflexion – exemplarisch angewandt werden. Der Beitrag schließt mit ersten konzeptionellen Überlegungen zur wissenschaftlichen Begleitung des Seminars.
Come individuare il talento negli studenti e farlo diventare una risorsa: riflessioni da un percorso di ricerca-formazione
Chiara Bertolini, Letizia Capelli, Paola Damiani, Laura Landi
Presentiamo una ricerca-formazione condotta con docenti della scuola primaria e secondaria di primo grado, volta a sostenere le pratiche di osservazione e di didattica per l’identificazione e la promozione delle aree di talento degli studenti in una prospettiva ecologica e inclusiva. La formazione, che ha previsto anche la realizzazione di un Lesson Study, ha supportato l’individuazione di strategie volte a far emergere potenzialità e bisogni educativi, al fine di ridurre le diseguaglianze. Le consapevolezze sui processi inclusivi a sostegno dei talenti sono state indagate attraverso un questionario. L’analisi dei dati evidenzia una difficoltà ad individuare talenti quando questi esulano dalle competenze disciplinari classiche. Dal percorso emergono, tuttavia, nuove consapevolezze su osservazione, talento, inclusione e collegialità.
Von suchenden Betrunkenen und rostigen Schweinen – Über inklusive Didaktik und soziale Benachteiligung
In diesem Beitrag wird nach den Möglichkeiten und Grenzen inklusiver Didaktik im Kontext sozialer Benachteiligung gefragt. Hierfür wird zunächst anhand von zwei anekdotischen Geschichten das Spannungsfeld von Individuum und Gemeinschaft mit Bezug zum Schulsystem beleuchtet. Danach werden subtile Reproduktionsmechanismen von Ungleichheit im deutschen Schulsystem skizziert, um schließlich in diesem Zusammenhang Aufgaben inklusiver Didaktik zu eruieren. Der Beitrag schließt mit einem Fazit.
Partecipazione e inclusione attraverso la didattica aperta: alcune indicazioni da un percorso di sperimentazione nella scuola secondaria
Silver Cappello, Anna Frizzarin, Sara Antiglio, Umberto Malazzi, Massimo Ramozzi, Luca Sarasini
Centralità, libertà di scelta e autodeterminazione dell’alunno/a sono le basi su cui si fonda la didattica aperta. Permettendo a ciascuno/a di definire e autoregolare alcuni aspetti del proprio apprendimento è possibile valorizzare l differenze individuali attraverso una forte personalizzazione che, collocata in una cornice metodologica condivisa, permette di garantire a tutti apprendimento e partecipazione. Al fine di evidenziare il contributo dell’approccio in ottica inclusiva, il capitolo documenta un percorso di formazione-sperimentazione biennale sulla didattica aperta realizzato nel Verbano-Cusio-Ossola, attraverso alcune delle proposte didattiche implementate e un’analisi delle criticità e dei punti di forza emersi dalle riflessioni dei/delle partecipanti.
Il Plan de Travail come leva per l’innovazione inclusiva: esiti di una valutazione partecipata
Il contributo analizza il Plan de Travail come dispositivo capace di integrare eterogeneità, personalizzazione e inclusione, trasformando il rapporto tra alunni, saperi e docenti. Attraverso un progetto di ricerca-azione condotto a scuola, la sperimentazione del dispositivo è stata accompagnata da una valutazione partecipativa che ha coinvolto le insegnanti nell’interpretazione dei cambiamenti in atto. L’uso di interviste in profondità e di una Content Analysis ha evidenziato trasformazioni nella progettazione (più processuale e differenziata), nelle posture professionali (regia docente più discreta), nella cultura valutativa (più riflessiva e metacognitiva) e nel clima di classe. Il Plan de Travail emerge come dispositivo trasformativo che favorisce autonomia, partecipazione e corresponsabilità, contribuendo a costruire una scuola inclusiva e capace di valorizzare le differenze.
„Das wäre nicht unfair, aber irgendwie auch ein bisschen“ – Perspektiven von Kindern auf Differenzierung und Individualisierung im inklusiven Unterricht
Die Studie untersucht, wie Grundschulkinder inklusive Unterrichtsmerkmale, darunter innere Differenzierung und Individualisierung, wahrnehmen und bewerten. Auf Basis von inhaltsanalytisch ausgewerteten, qualitativen Interviews mit 86 Kindern wird deutlich, dass sie unterschiedliche Erfahrungen mit differenzierten Aufgaben machen und Überlegungen zu Gleichheit, Individualität und Gerechtigkeit anstellen. Aus den Befunden lassen sich didaktisch-pädagogische Konsequenzen ableiten, die das Potenzial haben, gegenseitiges Verständnis zu fördern und zu inklusivem Unterricht beizutragen.
Connettere PEI e progettazione per la classe: implicazioni pratiche da uno studio di caso multiplo nella scuola primaria
Anna Frizzarin, Petra Auer, Rosa Bellacicco, Silver Cappello, Heidrun Demo
In Italia il PEI è stato istituito come elemento “cerniera” per rendere accessibile ad alunne/i con disabilità il curricolo di tute/i. Tuttavia, la ricerca documenta diversi rischi legati al documento, tra cui la formalizzazione di percorsi separati, processi di delega, etichettamento e stigmatizzazione. Questo capitolo riporta alcuni risultati di uno studio di caso multiplo condotto in 17 classi di scuola primaria volto ad esplorare, attraverso la voce di insegnanti di sostegno e curricolari di bambine e bambini con disabilità, se e come PEI e progettazione di classe vengano connessi nella pratica. Largo spazio è dato alla discussione di implicazioni pratiche per una progettazione inclusiva capace di attivare e legitimare percorsi personalizzati ed individualizzati,- ma condivisi.
Inklusive Sprach/endidaktik in der Primarstufe. Empirische Einblicke in die Praxis mehrsprachigkeitsdidaktischer Formate
In Diskursen zur inklusiven Sprach/enbildung wird der Einbindung gesamtsprachlicher Repertoires von Schüler*innen eine Schlüsselrolle zugesprochen, doch Studien dazu sind weiterhin rar. Mit einem soziolinguistischen Zugang wurden mehrsprachigkeitsdidaktische Formate im Projekt „Mehr Sprache(n) – mehr Kultur(en) im Grundschulunterricht: inklusiver Ausbau sprachlicher Fähigkeiten“ als interaktive Situationen sprachlichen Austauschs videobasiert untersucht. Anhand von drei empirischen Beispielen veranschaulicht der Beitrag, welche Möglichkeiten und Grenzen sich für die Gestaltung einer inklusiven Sprach/endidaktik aus der Öffnung von Interaktionssituationen für die gesamtsprachlichen Repertoires von Grundschüler*innen ergeben.
Musikunterricht inklusiv und nachhaltig gestalten: Das Modell der verständigungsbezogenen Lern-Lehrumgebungen und Anregungen für die Praxis
Das Modell der verständigungsbezogenen Lern-Lehrumgebungen (Henning & Rihm,2024) eröffnet Räume, um Expertisen der Lernenden und Lehrenden zueinander ins Verhältnis zu setzen. Über einen dialogischen Verständigungsrahmen lassen sich fachunabhängig Lern- und Lehrgelegenheiten auf strukturierte Weise erkennen, planen und umsetzen, damit Bildungsprozesse mit Blick auf eine nachhaltige Wirkung angeregt werden können. Anhand eines Beispiels für den Musikunterricht wird mit Bezug auf das Modell verdeutlicht, wie allen Lernenden einer Gruppe mit ihren unterschiedlichen individuellen Voraussetzungen ermöglicht werden kann, sich aktiv einzubringen und zu interagieren.
Progettare ambienti digitali inclusivi per la diversità: l’apporto dell’Universal Design for Learning
La digitalizzazione dell’educazione richiede materiali didattici che garantiscano a tutti i discenti accesso, partecipazione e successo formativo. L’Universal Design for Learning (UDL) offre un quadro teorico e operativo per progettare risorse multimodali, diversificate nella modalità di azione ed espressione e attente al coinvolgimento. Il contributo analizza come tali principi guidino la creazione di libri digitali inclusivi, mostrando l’importanza di una progetazione proattiva che vada oltre la mera conformità tecnica. L’esame di prototipi e linee guida nell’ambito del progetto di ricerca Erasmus+ DEM – Digital Education Material (htps://www.dem-project.eu/) mostra come un design intenzionale qualifichi l’esperienza educativa, fornendo indicazioni utili per docenti, editori e responsabili di politiche educative.
Inklusive technische Lerngegenstände im Primarbereich – Herausforderungen, Evidenzen und Konzeptionen unter besonderer Berücksichtigung von Bildungsgerechtigkeit
Der Beitrag zeigt wesentliche Grundlegungen einer inklusionsorientierten technischen Bildung im Primarbereich unter Berücksichtigung der Perspektiven von Schüler:innen und Lehrpersonen auf. Neben konzeptionellen und theoriebasierten Überlegungen zum Verhältnis von Bildungsgerechtigkeit (u. a. Reich, 2014; Seit & Simon,2021) und einer inklusionsorientierten Fachdidaktik im technischen Gestalten werden Ergebnisse aus den Dissertationsstudien der Autor:innen dargelegt (Steinmann, 2022;Finkbeiner, 2023). Diese Erkenntnisse werden im Hinblick auf konzeptionelle und (hoch-)schulpraktische Implikationen und Gestaltungsprinzipien inklusionsorientierter technischer Lerngelegenheiten im Primarbereich diskursiv vertieft.
Educazione civica e alla cittadinanza attraverso il patrimonio
Il presente contributo propone una riflessione sulla relazione tra l’educazione al patrimonio e l’educazione civica e alla cittadinanza. L’analisi dei framework normativi e della leteratura internazionale, afferente a discipline differenti (prevalentemente, storia, storia dell’arte e pedagogia), evidenziano, infatti, il potenziale dell’educazione al patrimonio nel promuovere attività partecipative, con bambini e bambine, nell’ambito di iniziative culturali e in contesti di educazione formale e non formale (Berti & Zehbe, 2024). Percorsi di scoperta del patrimonio – inteso come l’insieme di elementi naturali e culturali materiali e immateriali – offrono spazi di incontro e dialogo in cui bambini e bambine contribuiscono alla co-costruzione (meaning making) di un’idea condivisa di patrimonio (Del Gobbo et al., 2018). In tale contesto, l’incontro tra educazione civica, alla cittadinanza e al patrimonio diviene opportunità per consolidare pratiche partecipative al fine di stimolare uno sguardo disponibile ad estendere i propri confini dal soggetivo al colletivo, per un incontro intergenerazionale e interculturale (Bortoloti et al., 2008). Obiettivo del contributo è approfondire il dibattito sull’educazione al patrimonio interrogandosi, nello specifico, su come questo concetto – per sua natura astratto e non immediatamente intuitivo – possa essere tradotto in modo accessibile ai bambini e alle bambine, ancorandolo alle loro esperienze quotidiane, affinché possano riconoscerlo, comprenderlo e farlo realmente proprio.
Poleis Educative: abitare, conoscere e crescere in una comunità equa e inclusiva
L’Istituto Comprensivo (I.C.) Trento 6 presenta un percorso di rinnovamento nato nel 2017 per rispondere ai bisogni di una scuola multiculturale e complessa. Il progetto “Poleis Educative” interpreta la scuola come comunità educante, una “cità dell’apprendimento” in cui le differenze diventano occasione di crescita. Il cambiamento si fonda su tre assi integrati: l’approccio Montessori, la contaminazione tra pratiche tradizionali e innovative e il service learning come dispositivo di citadinanza attiva. Attraverso ambienti preparati, valutazione formativa e reti territoriali, la scuola promuove equità, partecipazione e sostenibilità educativa, trasformando la quotidianità in esperienza condivisa e responsabilità collettiva.
Costruire sostenibilità sociale e contrastare le povertà educative
La povertà educativa si configura come una condizione di deprivazione che riguarda, da una parte, il mancato accesso a risorse educative e culturali nei territori, dall’altra gli esiti individuali derivanti da queste stesse risorse in termini di apprendimento. In questa cornice, il contributo intende presentare alcuni risultati del lavoro condotto dal gruppo di ricerca Open-Air Lab nell’ambito del Progetto MUSA (Multilayered Urban Sustainability Action). Intento dell’indagine è stato comprendere come gli enti culturali, aggregativi e educativi dell’area attorno all’Università di Milano-Bicocca operino per la realizzazione di una città sostenibile e inclusiva, alla luce dei Sustainable Development Goals dell’Agenda 2030 delle Nazioni Unite, contribuendo così a contrastare la povertà educativa nelle sue molteplici articolazioni.
Teilhabemöglichkeiten im Jugendalter vor dem Hintergrund sozioökonomischer Benachteiligungen
Im Jugendalter hängt gesellschaftliche Teilhabe potenziell auch von verfügbaren Ressourcen ab. Auf Grundlage einer Befragung von mehr als 6.650 Jugendlichen aus der Europaregion Tirol–Südtirol–Trentino untersucht der Beitrag, wie sich sozioökonomische Benachteiligung auf Teilhabemöglichkeiten auswirkt. Die Entwicklungsaufgaben des Jugendalters nach Hurrelmann und Quenzel (2016) dienen dabei als analytischer Strukturierungsrahmen, um unterschiedliche Lebensbereiche in den Blick zu nehmen, in denen sich ungleiche Voraussetzungen für Mitwirkung, Zugehörigkeit, Unterstützung und Zukunftsgestaltung niederschlagen. Die Ergebnisse zeigen, dass der Familienwohlstand Teilhabechancen mitprägt und im pädagogischen Handeln berücksichtigt werden muss.
La dispersione scolastica nelle percezioni degli insegnanti della scuola secondaria di II grado
La dispersione scolastica è un fenomeno multifattoriale che in Italia registra un alto tasso di abbandono nella scuola secondaria. Gli studi sugli interventi di contrasto al problema suggeriscono di adottare approcci ecologici, considerando la prospettiva degli insegnanti come attori del processo di istruzione e osservatori privilegiati.Il contributo, sviluppato all’interno del progetto TALENTED, propone i primi esiti di una rilevazione delle percezioni dei docenti di una scuola secondaria di II grado del Sud Sardegna. L’indagine ha avviato un dialogo tra ricercatori e docenti per co-progetare un percorso didattico che parta dai significati atribuiti al fenomeno della dispersione per comprenderne i fattori sotesi e individuare interventi educativi efficaci a ridurne l‘incidenza.
Partizipative Forschung mit Kindern im Spannungsfeld ethischer Herausforderungen – Eine Fallreflexion
Der vorliegende Beitrag befasst sich mit den ethischen Herausforderungen in der partizipativen Forschung mit Kindern und analysiert diese im Kontext des Forschungsprojekts „Kinderperspektiven auf Inklusion und Partizipation in Tirol und Südtirol“ (KIPST). Die Analyse orientiert sich an ethischen Leitlinien (DGfE 2005; BMBWF 2020)und nutzt das Forschungsprozessmodell von v. Köppen et al. (2020), um potenzielle Spannungsfelder in der partizipativen Forschung mit Kindern anhand einer Fallreflexion aufzuzeigen. Zunächst werden Reflexivität, ethische Prinzipien und Grundlagen der partizipativen Forschung mit Kindern behandelt, gefolgt von einer Analyse ethischer Herausforderungen. Im Fazit wird die Relevanz ethischer Fallreflexionen diskutiert.
Le pratiche di Scuola-Città Pestalozzi che educano al rispetto sociale e all’autonomia in un’ottica inclusiva
Il contributo si propone di presentare alcune pratiche in atto alla Scuola-Città Pestalozzi di Firenze, una realtà scolastica che fonda il suo sistema educativo sulla promozione dell’equità sociale. Verranno descritte qui tre esperienze centrali: il Consiglio degli alunni, strumento essenziale per lo sviluppo dell’identità democratica dei giovani cittadini; gli Open Learning, ambienti in cui si creano contesti privilegiati per la scoperta e lo sviluppo di competenze, con una particolare attenzione all’autonomia individuale; e le pratiche di Peer Tutoring, attraverso cui gli studenti imparano a collaborare e a valorizzare le differenze. Si analizzeranno inoltre le modalità di conduzione, riflessione e auto-riflessione attuate dai bambini e dalle bambine, sottolineando il ruolo cruciale del docente nella progettazione e nella realizzazione di tali esperienze. Le pratiche in atto a Scuola-Città Pestalozzi promuovono un alto grado di partecipazione e inclusione, delineando una scuola realmente democratica e formativa per tutti.
La ricerca partecipativa oltre il verbale. Mappatura delle pratiche e prospettive nella scuola italiana
Federica Festa, Alice Di Leva, Cecilia Marchisio, Rosa Bellacicco
Sebbene l’Italia abbia una tradizione normativa avanzata in tema di inclusione, la letteratura evidenzia contrasti e mostra come le pratiche educative in uso rischino di rafforzare dinamiche di esclusione. Fondandosi sul principio del “Niente su di noi senza di noi”, questo contributo presenta i risultati preliminari e le linee progetuali di un progetto di ricerca volto a ripensare criticamente le condizioni di partecipazione e inclusione nella scuola secondaria di secondo grado italiana, attraverso pratiche di ascolto e ricerca collaborativa. Vengono qui discussi: (a) i macro-temi emersi dall’analisi tematica di due focus group condotti con studentə di due classi quinte, che rivelano una percezione diffusa di ascolto selettivo e simbolico; (b) i principi metodologici dell’Inclusive Inquiry e il suo adattamento al contesto italiano, con un focus specifico sulla co-docenza e sulle pratiche di ascolto e co-progettazione multimodali, che consentano di condurre ricerca insieme anche attraverso linguaggi non verbali.
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